Ca. 2 % der Bevölkerung weisen einen heterozygoten Gendefekt im Prothrombin-Gen an Position*97 auf, was das Thromboserisiko um den Faktor 3 bis 4 erhöht. Da sich das Thromboserisiko bei Mutationsträgern mit dem gleichzeitigen Vorliegen einer Faktor-V-Leiden-Mutation um ein Vielfaches erhöht, sollte bei allen Trägern der Mutation des Prothrombin-Gens eine Untersuchung der Faktor-V-Leiden-Mutation veranlasst werden. Bei Risikofaktoren wie Rauchen, hormonelle Kontrazeption, Immobilisation, Schwangerschaft oder andere Erkrankungen des Gerinnungssystems kann eine medikamentöse Thromboseprophylaxe angezeigt sein.